header image

Grußworte

Karl Lauterbach

Bundesgesundheitsminister

Foto Karl Lauterbach
Karl Lauterbach Bundesgesundheitsminister 

Viele Menschen haben mittlerweile die akuten Beschwerden einer SARS-CoV-2-Infektion am eigenen Leib erfahren. Bei einigen ist das Leben auch nach überstandener Infektion nicht mehr wie vorher: Sie leiden unter einer ausgeprägten Erschöpfung, unter kognitiven Einschränkungen und vielfältigen weiteren Symptomen. Ihre Gesundheit und Lebensqualität sind stark eingeschränkt. Manche Betroffene sind über Wochen hinweg arbeitsunfähig. Long COVID kann jeden treffen. Noch wissen wir zu wenig über die Häufigkeit und das Ausmaß der Beschwerden. Erste Daten machen aber bereits deutlich: Long COVID ist eine neue Herausforderung für unser Gesundheitswesen.

Die Bundesregierung fördert daher zahlreiche Therapiestudien und Forschungsvorhaben zu den Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Unter anderem mit einer Studie des Robert Koch-Institutes wollen wir etwa vorhandene Forschungslücken schließen und die Datengrundlage zu Long COVID verbessern. Mit longcovid-info.de steht außerdem ein zentrales Internetportal zur Verfügung, auf dem Betroffene und ihre Angehörigen Informationen und Unterstützungsangebote finden.

Für die Versorgung der von Long COVID Betroffenen sind der Austausch, die Vernetzung und das aktive Zusammenwirken diverser medizinischer Fachrichtungen essenziell. Der erste Kongress des Ärzte- und Ärztinnenverbandes Long COVID wird die interdisziplinäre und transsektorale Zusammenarbeit weiter stärken und wichtige Impulse für die Behandlung von Long COVID geben. Ich habe die Arbeit des Ärzte- und Ärztinnenverbandes Long COVID seit seiner Gründung eng begleitet und sehr gerne auch die Schirmherrschaft für diesen Kongress übernommen.

Ich danke allen, die sich für eine bessere Versorgung von Long COVID-Patientinnen und Long COVID-Patienten einsetzen, sehr herzlich für Ihr Engagement und freue mich auf den persönlichen Austausch mit Ihnen!

Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsminister
Mitglied des Deutschen Bundestages

Foto Copyright: BMG • Thomas Ecke

Bodo Ramelow

Thüringer Ministerpräsident

Foto Bodo Ramelow
Bodo Ramelow Ministerpräsident des Freistaats Thüringen 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

viele wollen von Corona nichts mehr hören, aber die durch SARS-CoV-2 verursachten Probleme sind nicht aus der Welt. Auch nach einer überstandenen Corona-Infektion haben viele Menschen mit Spätfolgen zu kämpfen. Ihr Alltag wird weiter von Corona bestimmt und eingeschränkt, denn sie leiden an Long COVID.

Der erste Kongress des Ärzte- und Ärztinnenverbandes Long COVID, der am 18. und 19. November 2022 in Jena stattfindet, widmet sich diesem wichtigen Thema. Mir als Thüringer Ministerpräsidenten ist es ein Herzensanliegen, die Schirmherrschaft über den Kongress zu übernehmen. Die Thüringer Landesregierung hat die Wichtigkeit von Long COVID schon lange erkannt und nimmt diese neue Herausforderung für unser Gesundheitswesen und die Probleme der Betroffenen sehr ernst. Deshalb unterstützt der Freistaat Thüringen den Aufbau des Post-COVID-Zentrums am Universitätsklinikum in Jena mit Landesmitteln in Höhe von 700.000 Euro.  

Jena ist bei der Versorgung und Erforschung von Long COVID deutschlandweit mit führend. Hier wurde die erste Ambulanz in Deutschland für Corona-Spätfolgen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingerichtet und unter dem Dach des „Center for Sepsis Control and Care“ ist inzwischen ein Zentrum entstanden.

Mein Dank gilt daher dem Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID, der sich intensiv mit der Komplexität dieses neuen Krankheitsbildes befasst. Ganz besonders danke ich der Präsidentin des Verbandes, Dr. Jördis Frommhold, sowie Dr. Daniel Vilser und Prof. Dr. Martin Walter für die Ausrichtung des Kongresses. Long COVID fordert ein engagiertes Miteinander, um die Situation von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Ich bin sicher, dass der Kongress dazu und zu einem weiteren Wissenszuwachs beitragen wird. 

Bodo Ramelow
Ministerpräsident des Freistaats Thüringen

Foto Copyright: Thüringer Staatskanzlei


Prof. Dr. Martin Walter, Prof. Dr. Ilona Croy

Foto Prof. Dr. Martin Walter
Prof. Dr. Martin Walter
Foto Prof. Dr. Ilona Croy
Prof. Dr. Ilona Croy

Der Standort Jena-Halle-Magdeburg sieht sich dem Ziel des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) verpflichtet, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Maßnahmen zur Steigerung der psychischen Gesundheit langfristig zu verbessern. Hierzu trägt zum einen der Austausch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen – sowohl auf der Ebene der Grundlagenforschung als auch in der Klinik – entscheidend bei. Zum anderen ist aber auch der Austausch zwischen den verschiedenen Stakeholdern im Gesundheitssystem ein wichtiges Element, um sicherzustellen, dass wichtige Fragen beantwortet werden können und neue Erkenntnisse früh am Patienten und in der Prävention ankommen. 

Neben der Steuerung von wissenschaftlichen Arbeiten, einer möglichst starken Einbeziehung von Betroffenen und der Verbesserung der Aus- und Weiterbildung im Bereich der psychischen Gesundheit verstehen wir uns auch als Experten und Partner für Fragen und Anliegen gesellschaftlicher und politischer Akteure.  

Unser Standort beschäftigt sich innerhalb des DZPG in besonderer Weise mit den Wechselwirkungen zwischen entzündlichen Prozessen und der Funktion des Gehirns. Vor allem richten wir unseren Blick auf die Auswirkungen, die Veränderungen in der Arbeitsweise des Gehirns während oder nach Infektionen auf die Psyche und das zwischenmenschliche Verhalten haben.  

Durch die Pandemie und das hiermit verbundene Auftreten von postinfektiösen Syndromen mit entscheidender Auswirkung auf die psychische Gesundheit ergeben sich daher neue Fragen und Aufgaben aber auch Chancen, dem Verständnis der Rolle des Immunsystems für psychische Gesundheit näher zu kommen. Es ist uns als Vertreter des Standortes daher eine große Freude und Ehre, diesen ersten interdisziplinären Fachkongress ausrichten zu dürfen und Sie hierzu nach Jena einzuladen. Wir freuen uns auf viele inspirierende Diskussionen und Anregungen, die von den Pathomechanismen über neue Therapiemethoden bis hin zur Versorgungsforschung viele relevante Bereiche berühren. Für die Gelegenheit, auf diesem Kongress sowohl Forscher aus all diesen wissenschaftlichen Bereichen als auch in der Versorgung tätige Vertreter aller medizinischen Fachrichtungen, vor allem auch der Allgemeinmedizin, zu begrüßen und zusammen mit Patienten, Angehörigen und Vertretern der Politik und des Gesundheitssystems in einen intensiven Kontakt und Austausch zu kommen, sind wir sehr dankbar und erhoffen uns daher einen großen Nutzen sowohl für die psychische Gesundheit als auch für die Versorgung und Prävention des Post Covid Syndroms in allen anderen Bereichen der körperlichen Gesundheit. 

Herzlich willkommen in Jena! 

Prof. Dr. Martin Walter
Sprecher des Standortes Jena-Halle-Magdeburg
Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) 
Sprecher der Fachgruppe Psychiatrie und Psychosomatik
Vorstandsmitglied im Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID 
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 
Universitätsklinikum Jena 

Prof. Dr. Ilona Croy
Sprecherin des Teilstandortes Jena
Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) 
Professorin für Klinische Psychologie 
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fotos Copyright: Universitätsklinikum Jena


Dr. med. Daniel Vilser

Foto Daniel Vilser
Dr. med. Daniel Vilser
Foto Jördis Frommhold
Dr. Jördis Frommhold

Liebe Kolleg:innen, liebe Patient:innen, 

der Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID hat sich gegründet, um Ansprechpartner sowohl für Ärzt:innen aller Fachbereiche und Patient:innen als auch für Forscher:innen, Politiker:innen und Strukturen der Gesundheitsversorgung zu sein. Wir sehen uns als Vermittler zwischen allen Beteiligten. Das Krankheitsbild Long COVID erfordert multiprofessionelle Teams und eine transsektorale Zusammenarbeit. Dies alles muss unter dem zeitlichen Druck einer Pandemie etabliert werden, die immer mehr Betroffene hinterlässt, welche zwar die akute Infektion überstanden haben und damit als genesen gelten, aber sich alles andere als gesund fühlen. So robust das deutsche Gesundheitssystem auch ist, mit dieser Pandemie in all ihren Konsequenzen und der Notwendigkeit rasch auf neu entstandene Bedürfnisse zu reagieren, ist es dann doch gelegentlich überfordert. COVID 19 verändert und fordert auch Veränderungen, was bedeutet, dass Versorgungsprozesse, Kommunikation, Forschung, Fort- und Weiterbildung neu gedacht werden müssen und das eben nicht nur für den akuten Teil der Erkrankung.

Wir freuen uns sehr, Sie zu unserem ersten Kongress am 18.-19. November nach Jena einladen zu dürfen. Wir hoffen und glauben, Ihnen hier ein erstklassiges Programm präsentieren zu können mit Rednern, die sich in besonderer Weise mit Long COVID auseinandergesetzt haben und Ihnen einerseits den aktuellen Stand der Forschung, aber auch das ganz praktische Vorgehen vorstellen werden. Wir möchten mit Vertretern aller Berufsgruppen und den Betroffenen diskutieren, um die Versorgung der Erkrankten zu sichern und zu verbessern.  

Kommen Sie nach Jena und bringen Sie sich ein – wir freuen uns auf Sie! 

Dr. med. Daniel Vilser
Vizepräsident Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID 
Ltd. Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin 
Universitätsklinikum Jena

Dr. Jördis Frommhold
Präsidentin Ärzte- und Ärztinnenverband Long COVID
Leiterin des Long Covid Institut
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie, Notfallmedizi
MEDIAN Klinik Heiligendamm | Medizinische Rehabilitation

Foto Copyright: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Foto Copyright: Jördis Frommhold